URKUNDE
zur Grundsteinlegung des Seniorenwohnhauses
der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
an der Ecke Wittekindstraße / Einhardstraße in Köln-Sülz

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Suchet der Stadt Bestes. (Jeremia 29,7)

Heute, am Sonntag, dem 20. Juni 2010, legen wir den Grundstein zum Bau unseres seniorengerechten Wohnhauses. Mögen viele Menschen in diesem Haus unter dem Segen Gottes glücklich und in Frieden miteinander leben!

Der Bau des Hauses wurde möglich durch eine großzügige Erbschaft, die unser Gemeindemitglied, der 1979 verstorbene Friedrich Lamerdin, hinterlassen hat und die gemäß seinem Willen nach dem Tod seiner Ehefrau Lore Lamerdin im Jahr 2003 unserer Kirchengemeinde für die Altenarbeit zugute kam.

Das Presbyterium unserer Gemeinde hat seitdem in Abstimmung mit den vom Erblasser eingesetzten Kuratoren Irma Haddenbrock, Friedrich Haddenbrock und Holger Falck daran gearbeitet, die Ziele dieser Erbschaft zu erreichen. In den vergangenen fünf Jahren wurde eine Senioren-Netzwerkarbeit aufgebaut, durch die ältere Menschen in Sülz und Klettenberg miteinander in vielfältige lebendige Verbindung kommen und begleitet werden. Mit dem Bau des Seniorenwohnhauses wird jetzt der zweite Wunsch von Friedrich Lamerdin umgesetzt und eine zeitgemäße, selbstbestimmte und vernetzte Wohnmöglichkeit für ältere Menschen in dem Viertel geschaffen, in dem sie schon lange leben und ihre sozialen Kontakte haben.

Wir errichten dieses Haus auf dem Grundstück neben dem Tersteegenhaus, das im Jahr 1924 ursprünglich zum Bau einer Kirche erworben wurde und auf dem dann in den Jahren 1956 bis 2010 ein Pfarrhaus der Gemeinde stand. In dem hochwertigen und energietechnisch optimierten Haus werden 33 barrierefreie Wohnungen für Einzelne und Paare gebaut, dazu eine Pfarrwohnung als Ersatz für das Pfarrhaus, außerdem ein Café und Büroräume für das Seniorennetzwerk der Gemeinde und weitere Gemeinderäume, die von der Finnischen Evangelischen Gemeinde in Köln genutzt werden. Im Untergeschoss entstehen 27 Tiefgaragenplätze, und die Gartenfläche im Innenbereich wird als Freifläche für die Kindertagesstätte im Tersteegenhaus neu gestaltet.

Bau und Einrichtung des Cafés und Büros des Seniorennetzwerks werden großzügig unterstützt durch Zuwendungen der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

Die Planung und Bauausführung liegt in den Händen des Architekturbüros „3Pass Architekt/innen Burkard Koob Kusch“ in Köln. Die Rohbauarbeiten werden von der Firma Nuha, Düsseldorf, ausgeführt. Projektsteuerer ist Herr Georg Wenzel, Architekt.

Am Tage der Grundsteinlegung wird das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nach dem Rücktritt von Dr. Horst Köhler vom Bundesratspräsidenten Jens Böhrnsen (Bremen) verwaltet. Bundeskanzlerin ist Dr. Angela Merkel. Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen ist Dr. Jürgen Rüttgers. Oberbürgermeister der Stadt Köln ist Jürgen Roters.

Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ist Pfarrer Nikolaus Schneider. Pfarrer Rolf Domning ist Superintendent des Kirchenkreises Köln-Mitte und Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.

Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg sind Susanne Beuth, Gaby Masanek, Ivo Masanek, Jost Mazuch und Julia Strecker. Presbyterinnen und Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg sind Nicole Amrhein, Frauke Bauer, Stephan Braun, Margarita Dane, Antje Drenk, Astrid Francovich, Elke Hauke, Elfi Heilinger, Joachim Morawietz, Doris Nöthen-Hingst, Hella Juliane Plewe, Sebastian Rohrbach, Katrin Schwarz, Bettina Schwerdtfeger, Reinhard Voigt, Bernd Wagner und Ulrike Wagner. Im Neubauausschuss hat außerdem mitgearbeitet der ehemalige Presbyter Hans Rokohl

Das Presbyterium möchte mit diesem Neubau dem Auftrag der Gemeinde Jesu Christi nachkommen, den es in der Gemeindekonzeption aus dem Jahr 2007 so formuliert hat: „Wir wollen Gottes frohe Botschaft allen Menschen weitersagen. Wir wollen Menschen Gottes Menschenfreundlichkeit nahe bringen. Wir wollen Gottes Liebe tatkräftig weitergeben. Diese Ziele finden ihren Ausdruck vor allem in gelebter Mitmenschlichkeit, in der Feier von vielfältigen lebendigen Gottesdiensten sowie in sozialem Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Wir wollen Menschen stark machen, ihr Leben zu gestalten – damit sie sich ihrerseits für andere Menschen stark machen können.“

Wir bitten Gott um Segen für dieses Haus, dass wir seinen Bau glücklich vollenden können, und um Segen für die Menschen, die in ihm leben und arbeiten werden.

Köln, den 20. Juni 2010

Pfarrerin Susanne Beuth, Vorsitzende des Presbyteriums 
Bernd Wagner, Stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums